Die Bank hat die Genehmigung erhalten, den Großteil ihres Asset-Portfolios zu verkaufen und die geordnete Abwicklung fortzusetzen.

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Sberbank Europe AG bezahlt Spareinlagen vollständig zurück

Der von der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) eingesetzte Regierungs-kommissär MMag. Dr. Gerd Konezny hat am 3. Mai 2022 der Sberbank Europe AG die Genehmigung erteilt, den Großteil ihres Asset-Portfolios zu verkaufen. Die Sberbank Europe AG setzt hiermit die geordnete Abwicklung fort.

„Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Teams konnte eine Insolvenz der Sberbank Europe AG abgewendet und das beste Ergebnis im Sinne unserer Kunden, Mitarbeiter, Kooperationspartner und, nicht zuletzt, im Sinne des österreichischen Finanzstandorts erreicht werden. Durch die abgeschlossenen Transaktionen konnte die Sberbank Europe AG die Einlagensicherungssumme in Höhe von 926 Millionen Euro, welche von der Einlagensicherung Austria (ESA) an unsere Kunden ausbezahlt wurde, vollständig an die ESA zurückzahlen. Über den Sicherungshöchstbetrag von 100.000 Euro pro Kunde hinaus werden nun von unserer Bank auch alle verbliebenen Spareinlagen in voller Höhe an unsere Kunden ausbezahlt. Damit müssen weder die ESA, noch andere Banken für die Spareinlagen der Sberbank Europe-Kunden aufkommen. Ich bedanke mich ausdrücklich bei MMag. Dr. Gerd Konezny, der in seiner Funktion als Regierungskommissär diese Entscheidung maßgeblich unterstützt hat, bei der FMA und der EZB für die konstruktive Zusammenarbeit sowie bei unserem Team der Sberbank Europe AG, das in den sehr herausfordernden letzten Wochen unter Hochdruck an dieser Lösung gearbeitet hat“, kommentiert Sonja Sarközi, vormals Vorstandsvorsitzende der Sberbank Europe AG und nunmehr Abwicklerin der Gesellschaft.

Ausgelöst durch den Ukraine-Konflikt und den damit verbundenen Liquiditätsengpässen sowie der FOLTF-Entscheidung der EZB wurde der Sberbank Europe AG am 1. März 2022 die Fortführung des Geschäftsbetriebes mit sofortiger Wirkung untersagt und der Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt MMag. Dr. Gerd Konezny als Regierungskommissär bestellt. Die behördliche Untersagung des Geschäftsbetriebs löste den gesetzlichen Einlagensicherungsfall aus. Die ESA zahlte daraufhin an die Kunden der Sberbank Europe AG gesicherte Einlagen bis zu EUR 100.000,- aus. Durch den ermöglichten Asset-Verkauf und die Entscheidung zugunsten einer geordneten Abwicklung konnte die Bank bereits die Einlagensicherungssumme an die ESA zurückzahlen und beginnt in Kürze mit der Auszahlung sämtlicher nicht bereits unter die ESA-Deckung gefallenen Spareinlagen an ihre Kunden. Die Sberbank Europe AG führte außerdem ihre gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 428 Millionen gegenüber der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und der EZB vollständig zurück.

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